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Reiseberichte |
Peru 2002 |
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Perureise vom 29.03.2002 bis 01.05.2002 Teil IIAuf der Panamericana rasten die
Busfahrer durch die Wüste immer am Meer entlang.
Nach dem Besuch des Museums führte der Rundgang den Berg hoch und die ganze Ruine lag unter uns.
Gut, dass uns wenigstens außer der Schwüle der Wind treu wahr. Die der Chavin-Kultur zugerechneten Ruinen wurden etwa 1800 bis 1300 v. Chr. gebaut. Für uns waren eigentlich nur die Kampfszenen auf den gut erhaltenen Reliefs interessant.
Wir hatten uns in Casma ein Hotel mit Swimmingpool geleistet (Hotel Farol, 90 Soles). Nach dieser Wanderung in der Hitze war eine kleine Abfrischung gerade recht. Bei unserem Abendspaziergang durch die Ortschaft fielen wir dann doch ganz schön auf, wir wurden aber nicht irgendwie belästigt. Mit Bier und Pescado Milanesa ließen wir den Tag ausklingen. Fahrt nach Trujillo - Montag 01.04.2002 Wir hatten eine ruhige Nacht verbracht. Im Restaurant gab's Frühstück Americano für 9 Soles. Das Motocarro sollte uns zur Bushaltestelle bringen. Bei der vermeintlichen Bushaltestelle wurden unsere Rucksäcke sofort in einen uralten Amischlitten verfrachtet. Der Fahrer, Anni und ich saßen auf der Vorderbank. Zwei Frauen und zwei Männer saßen auf der Rückbank und schon donnerten wir auf der Panamericana Richtung Chimbote. Das waren unsere ersten Erfahrungen mit einem Colectivo. Nach einigen Kilometern musste der Fahrer tanken. Dazu musste er erst bei einigen Fahrgästen kassieren. Ich glaube er hat nur 5 Liter getankt. Wahrscheinlich wollte er nicht zuviel Verlust, in Form von verloren Benzin machen, falls der Karren stehen bleibt. Am Busterminal war er vorbeigefahren, wir hatten ihm auch nicht eindeutig gesagt, dass wir zum Busterminal wollten. Mitten im Markttreiben, das wir mit dem ganzen Gepäck auf alle Fälle vermeiden wollten, wurden wir nach Bezahlung des Fahrpreises von 8 Soles, abgesetzt.
Wir fragten uns zur Bushaltestelle durch und ein Taxifahrer der gerade sein Taxi putzte, sagte, dass hier eine Haltestelle wäre. Wir wurden immer wieder von Taxifahrern angesprochen, die unbedingt ihr Geschäft machen wollten. Nachdem die Warterei doch ziemlich lange dauerte, wollten wir uns von einem Taxifahrer zum Terminal fahren lassen, weil dort das Weiterkommen schneller geht. Mein großer Rucksack war bereits verladen, als der vorherige Taxifahrer aufmerksam wurde. Eine heftige Diskussion hatte begonnen. Wir verstanden nicht viel, aber wahrscheinlich war es für die Peruaner unverständlich, 5 Soles für das Taxi zu bezahlen, wenn der Bus sowieso hier vorbeifährt. Als ich mich dann als Aleman vorstellte, der die Sprache nicht beherrscht, schüttelten uns alle die Hände und schimpften dann noch mehr auf den Taxifahrer, der uns abgeworben hatte. Beim Terminal wurden unser Rucksäcke dann aber schnell verfrachtet. Während der Fahrt war ein Film in englischer Sprache mit spanischen Untertiteln zu sehen. Mit einem Taxi fuhren wir nach
Huanchaco, ca. 20 km von Trujillo entfernt. Hier waren wir im Casa Suiza eingekehrt. Oskar, der Chef war sehr hilfsbereit.
In dieser Gegend fahren die Peruaner mit Schilfbooten zum Fischen. Auch Wellenreiter kann man sehen, obwohl das Wasser nicht gerade warm ist.
Zum Abendessen gab's wieder Fisch. Die Köchin des AH...Gusto kocht nach eigener Aussage mit Liebe und das war auch zu merken. Der Inhaber von Casa Suizia heißt Oscar und war mir sehr behilflich, insbesonders beim Brennen meiner digitalen Fotos auf CD.
Besichtigung von Trujillo und Umgebung - Dienstag 02.04.2002 Ein Colectivo brachte uns für 2 Soles zur Abzweigung nach Chan Chan. Zu Fuß gingen wir die 800 m bis zum Eingang. Wir kauften eine Verbundkarte für 10 Soles pro Person. Diese galt für den Palast Tschudi, das Museum, den Regenbogentempel und Esmeralda. Letzteres besuchten wir nicht.
Für zusätzliche 20 Soles leisteten wir uns eine Führung. Das Chimu-Reich erstreckt sich über 25 qkm und enthält 9 Paläste. Nur der besterhaltene, der Tschudipalast war zu besichtigen. Die anderen Paläste sind noch mit Sand bedeckt oder wurden zerstört. Für die Restaurierung fehlt das Geld, obwohl die Anlage durch die UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Der Tschudipalast hat nur einen Eingang und ist in drei Teile unterteilt. Im ersten Bereich wurden die religiösen Feste gefeiert,
der zweite war der Wohnbereich und der dritte Bereich war
der Friedhof.
Uns wurde alles ausführlich erklärt. Im Museum war nur
wenig Interessantes zu sehen, weil die meisten Schätze schon von Grabräubern gestohlen
wurden. Bei der Fahrt zum Regenbogentempel, wo eine Wand noch sehr
gut erhalten ist,
hatte unser Taxi eine Reifenpanne, aber der Fahrer hielt durch bis zum Eingang.
Ob der Reifen noch zu gebrauchen ist, kann ich nicht sagen. In Trujillo ist die
Plaza de Armas besonders sehenswert.
In der Mitte des Platzes befindet sich ein großes Freiheitsdenkmal und ringsum sind einige farbenprächtige Häuser.
Mit Annis Visa-Karte wollten wir bei der Banco del Credito Geld abheben. Zuerst wurde die Karte nicht ganz eingezogen, war dann aber auch für uns nicht mehr erreichbar. Mit einer Visitenkarte drückte ich sie nach innen. Sie wurde aber nicht akzeptiert. In der Bank Intercity haben wir dann Travellerschecks $200 in 672 Soles getauscht. An Kinder haben wir zwei Spielzeugautos und einen Kugelschreiber verschenkt. Sie haben sich sehr gefreut. In unserem Restaurant AH...Gusto gab's wieder Fisch und als Vorspeise Spaghetti. Fahrt von Huanchaco über Chimbote nach Huaraz Am Mittwoch den 03.04.2002 fuhren wir mit dem Taxi um 11 Uhr von Huanchaco nach Trujillo zum Busbahnhof von El Sol. Der Taxifahrer verlangte 15 Soles, obwohl nur 5 Soles ausgemacht waren. Er sagte 5 Soles pro Person und 5 Soles für das Gepäck. Eine gute Rechnung, da müssen wir in Zukunft besser aufpassen. Vom Taxi konnten wir direkt in den Bus nach Chimbote umsteigen. Der Fahrpreis von 10 Soles für 2 Personen wurde im Bus kassiert. Dort hielten nacheinander zwei Peruaner ihre Reden. Der erste Redner hörte sich an wie ein Prediger und da wir bei dem Redeschwall kein Wort verstanden, merkten wir erst, als er Bonbons verteilte und dafür 1 Sole kassierte, dass es sich um einen "Billigen Jakob" handelt. Der zweite Marktschreier wollte dann Mandarinen verkaufen. Um 14 Uhr trafen wir in Chimbote ein und warteten dann 1 ½ Stunden bis der Schalter von Morenos geöffnet hatte.
Die Fahrt nach Huaraz durch den
Canon del Pato kostete 23 Soles pro Person. Im
Hostal San Antonio hatten wir für 70 Soles eine sichere
"Absteige". Per E-Mail sandte ich Oscar die Telefonnummer von
Morenos (35-3575), weil sich diese geändert hatte und auch in meinem
Reiseführer nicht stimmte. In der Cevicheria "El Puerto"
gab es guten Fisch. Als wir das Lokal in Richtung Meer verlassen wollten, wurden wir von
einer Parkwächterin und der Wirtin, die uns nachgelaufen war, vor Räubern gewarnt.
Nach kurzer Zeit lagen der Busfahrer, der Busbegleiter und zwei junge Mitreisende unter dem Bus. Nach 20 Min. war der Schlauch repariert und wir konnten weiterfahren, allerdings war jetzt ein komisches Geräusch zu hören. Bald darauf blieb der Bus wieder stehen. Ein Teil vom Getriebe wurde vom Busfahrer ausgebaut. Mit einem entgegenkommenden Bus fuhr der Busbegleiter zur letzten Ortschaft zurück, um das Teil zu reparieren. Wie sich später herausstellte war er in Chimbote. Die Fahrt konnte erst bei völliger Dunkelheit fortgesetzt werden. Schlecht für uns, denn wir hatten extra die Tagfahrt ausgesucht, um den Canon del Pato zu sehen. Während der Wartezeit hatten sich die Peruaner bei einem Bauern schnell mit Kartoffeln, Zwiebeln und Fisch versorgt. Von einem Baum wurden längliche Früchte abgerissen. Das Innere, die Watte wurde von den Peruanern gegessen und der Kern ausgespuckt. Ich habe später einmal probiert, es schmeckte süß. Auf Bananenblättern wurde das Essen auch uns kostenlos serviert. Die Einheimischen hatten uns herzlich aufgenommen.
Wir konnten uns nur bei den Kindern mit Spielzeugautos und
kleinen Tieren revanchieren. Der Fürsprache einer jungen Peruanerin hatte ich es zu
verdanken, dass ich während der Fahrt durch den Canon beim Fahrer vorne
sitzen durfte. Die Fahrerabteile sind in Peru verschlossen. Die Strasse war teilweise nur
so breit wie der Bus. Auf der einen Seite Felsen, auf der anderen dunkler Abgrund. Im
Nachhinein kann man sagen, gut dass wir nicht alles sahen. Um 2 Uhr morgens erreichten
wir Caraz, die zweitgrößte Stadt in der peruanischen Schweiz.
Nach Caraz mussten wir dann noch in ein colectivo umsteigen, weil
der Bus wieder nach Chimbote zurück musste. In dem Toyotabus waren dann 17
Erwachsene und ein Baby (das Oma Anni bei der langen Wartezeit auch betreuen durfte). In
Huaraz fuhren wir mit dem Taxi zur
Alojamiento Familiar Solidad, wo wir um 4.30 Uhr noch aufgenommen wurden
(Doppelzimmer 30 Soles pro Nacht mit Bad, ohne Frühstück). |
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