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Reiseberichte |
Peru 2002 |
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Perureise vom 29.03.2002 bis 01.05.2002 Teil IIILagunas Llanganuco Am Freitag den 05.04.2002 sahen wir von unserem Fenster aus zum erstenmal dieses herrliche Bergpanorama. Das Wetter schien es gut mit uns zu meinen. Die Fahrt zu den Lagunas Llanganuco hatten wir auf eigene Faust durchgeführt.
Mit einem colectivo fuhren wir für 6 Soles nach Yungay. Dass in einem colectivo auch 18 Leute Platz haben, wissen wir jetzt auch. In Yungay durften wir gleich in das nächste colectivo umsteigen. Mit dem Fahrer hatte ich gleich den Preis bis zum oberen See mit Wartezeit ausgehandelt 20 Soles für 2 Personen). Wie sich später zeigte war dies gut so. Das colectivo war überfüllt, wurde aber mit zunehmender Höhe immer leerer, weil sehr viele Einheimische ausstiegen, die in Yungay eingekauft hatten. Der Ausblick und die Landschaft waren fantastisch.
Beim Parque Nacional Huascaran bezahlten wir 10 Soles für zwei Personen. Die Registration ist obligatorisch. Im Bus waren nur noch eine Österreicherin, ihr peruanischer Freund und wir. Die Pflanzen wurden immer schöner. Leider verschlechterte sich das Wetter. Für den zweiten See sollten wir dann doch noch 3 Soles pro Person bezahlen. Ohne zu bezahlen stiegen wir beim 2. See aus. In einer Höhe von 3850 m war das Gehen auch bergab anstrengend. Beim oberen See fing es zu nieseln an und der Blick auf die Berge war leider nicht mehr frei. Das colectivo nahm uns dann wieder mit zum unteren See, wo wir einige schöne Bilder machten.
In Yungay angekommen war der Bus auch wieder voll. Wir mussten dann auch nur die vereinbarten 20 Soles bezahlen. Für 6 Soles fuhren wir zurück nach Huaraz, wo ein Platzregen die Straßen überschwemmt hatte. Tagestour nach Chavin Am Tag vorher hatten wir bei Chavin Tours eine Tagesfahrt für 30 Soles pro Person nach Chavin gebucht. Am Samstag um 8.20 Uhr wurden wir von einem Bus von der Unterkunft abgeholt. Der Bus hatte Verspätung, weil einige Peruaner verschlafen hatten. Unser Tourguide, der sich sehr bemühte, hieß Juan. Der Weg führte zuerst den Rio Santa entlang, über Recuay zum Lago Cherococha. Uns bot sich ein atemberaubendes Gebirgspanorama.
Der See liegt auf 3980 m.
Am See wird Mate de Coca für 1 Sole verkauft. Kinder mit Lämmern auf dem Arm oder Lamas an der Leine wollten für ein Foto einen Sole. Als ich mit der Kamera Fotos machte, waren die Kinder total begeistert, weil sie sich im Monitor selbst sehen konnten. Ich habe ihnen dann doch zwei Soles gegeben und ihnen angedeutet, dass sie teilen sollten. Der Weg führte dann weiter zu einem Tunnel auf 4178 m,
der zugleich eine Wasserscheide darstellt. Das Wasser hinter uns floss über den Rio Santa zum Pazifik, das Wasser vor uns letzlich über den Amazonas in den Atlantik. Entlang der Serpentinen ins Tal waren immer wieder ärmliche Behausungen zu sehen, trotzdem hinterließen die Menschen am Straßenrand immer einen freundlichen Eindruck.
In Chavin landeten wir dann erst einmal in einem Restaurant, wo wir eine gute und billige Hühnersuppe aßen. Der Eintritt nach Chavin de Huantar kostete 10 Soles pro Person.
Die Geschichte von Chavin ist jedenfalls sehr geheimnisvoll. Es soll unterirdische Gänge bis zum Pazifik geben. Am Osttor befinden sich zwei Säulen.
Die Gesteinsart wurde bisher nirgendwo sonst auf der Erde gefunden. Der Reiseführer meinte es könne von einem Meteor stammen. Im Park grasten Lamas. Auf der Rückfahrt war die Straße wegen eines liegengebliebenen Busses gesperrt. Unser Bus musste erst noch rückwärts einen eingesunkenen Kleinlaster abschleppen, ehe der Weg frei war. Der Tagesausflug nach Chavin ist absolut empfehlenswert. Fahrt von Huaraz über Lima nach Pisco Am Samstag, den 06.04.2002, kauften wir bei Movil Tours für 35 Soles pro Person die Fahrkarten nach Lima. Leider war es bewölkt und die Berge waren nicht zu sehen. Vom Aussichtspunkt El Pinar konnten wir noch einige Bilder von Huaraz machen.
Auch bei der Iglesia Solidad,
gleich oberhalb unserer Unterkunft, konnte ich noch einige Bilder machen.
Dort fand eine Prozession tatt. Die Altäre waren schön geschmückt.
Die Straße lag direkt vor und unter uns.
Der beste Bus bis zu diesem Zeitpunkt -
gleich nach der Abfahrt wurde Mittagessen serviert - brachte uns sicher
nach Lima. Dort wurden wir für 12 Soles um 20 Uhr von Julio abgeholt. Das
Casa de Barbaybar bestellt immer die gleichen Taxifahrer. Ich
hatte von Huaraz aus unsere Ankunft telefonisch (nach Lima muss
01 vorgewählt werden) gemeldet.
Auf der Panamericana fuhren wir am Meer entlang abwechselnd durch grüne Landschaften und Wüste.
In Chincha Alta stiegen die ersten Fahrgäste aus. Um 11 Uhr erreichten wir nach 3 ½ Std. Fahrzeit Pisco. Das Hotel Pasada Hispana ist nur 200m vom Busbahnhof entfernt. Für Übernachtung und Frühstück bezahlten wir 68 Soles. Das Hotel war sehr sicher und im TV wurde Deutsche Welle angeboten. Gleich bei der Plaza de Armas befindet sich das Rathaus. Das Gebäude sieht aus wie ein kleines Schloss.
Im Zentrum befindet sich das Internet Embassy. Der Inhaber hat sich lange vergebens bemüht die USB-Treiber für meine Kamera zu installieren. Gleich gegenüber in der Cevicha wurde guter Fisch serviert. Isla Balestas Die Tour zu den Isla Balestas hatten wir noch am Montag, den 08.04.2002, für 25 Soles pro Person bei Balestas Travel gebucht. Wir wurden rechtzeitig beim Hotel abgeholt und zum ca. 20 km entfernten Bootshafen gebracht. Bei der Ankunft bedrängten uns Straßenhändler, die Filme, Ansichtskarten und Kopfbedeckungen aller Art verkaufen wollten.
In unserem Boot saßen 13 Leute, der Fahrer und die Reiseleiterin. Leider bekam ich einige Wasserspritzer ab, weil der Steuermann sein Temperament nicht im Griff hatte und mit Vollgas die größten Wellen kreuzte. Alle auf der anderen Bootsseite, die sich auf meine Kosten amüsiert hatten, bekamen ihre Taufe auf der Rückfahrt.
Zuerst bekamen wir die riesige Steinzeichnung El Candelabro zu sehen. Bedeutung und Herkunft sind nicht erwiesen. Einerseits hat die Zeichnung Ähnlichkeit mit einem Kandelaberkaktus, anderseits besteht stilistische Ähnlichkeit zu den Nascalines.
Nach 25 Min. erreichten wir eine bizarre Inselgruppe. Wir konnten viele Fotos von Seelöwen, Pelikanen und unzähligen weiteren Vögeln machen. Pinguine waren leider nicht zu sehen. Die Rückfahrt zum Bootshafen dauerte dann ca. 35 Min.. Nach einer kurzen Wartezeit wurden wir mit anderen Reisegruppen nach Pisco zurückgefahren. Die Reisegruppen wurden geteilt, weil einige auch das Naturschutzgebiet der Paracas Halbinsel besuchten. Pisco nach Nasca Um 13 Uhr hatten wir uns am Busbahnhof von Ormeno eingefunden. Erst um 14 Uhr traf der Bus aus Lima ein. Nach einem Stop in Ica wurden wir um 17.30 Uhr in Nasca von einer Horde Hotelschlepper empfangen. Im Hostal Estrella del Sur schliefen wir für 25 Soles in der günstigsten Absteige. Im Preis war auch ein gutes Frühstück enthalten. Für uns war aber die kostenlose und sichere Gepäckaufbewahrung bis zur Abfahrt des Nachtbuses nach Arequipa, wichtig. Das Restaurant gleich um die Ecke war teuer, dafür waren auch die Portionen kleiner. Tour zu den Nascalines und nach Chauchilla Im Hotel war uns noch eine Tour angedreht worden. Flug über die
Nascalines, Ausflug zum Friedhof Chauchilla und Besuch einer
Keramikwerkstatt, sowie Besuch einer Goldmine für $52,50 pro Person.
Da langsam Wolken aufzogen, obwohl es in Nasca nur 2 Std. Im Jahr regnet, war der morgendliche Flug wichtig. Um 8 Uhr hob unser Flugzeug zu einem interessanten Flug ab, wobei wir trotz der geringen Größe des Flugzeuges nie Angst hatten.
Leider hatte ich mit der Kamera Schwierigkeiten, die Zeichnungen rechtzeitig zu erkennen. Wofür diese Zeichnungen waren und sind ist jedenfalls äußerst geheimnisvoll. Nach ca. 40 Min. hatten wir wieder sicheren Boden unter unseren Füßen. Ein Amischlitten brachte uns zum Hostal, wo wir uns auf das Frühstück stürzten. Interessante Internetseite: NASCA Mit dem gleichen Auto, diesmal waren bereits vier Fahrgäste im Auto, wurden wir zum Friedhof Cementerio Arqueologico Chauchilla gebracht. Wir teilten uns mit Soo und Sebastian die hintere Sitzbank.
Der Fahrer war zugleich der Guide, der uns Einiges über die Gräber und deren Inhalt erzählte. Nur die Gräber in Chauchilla sind bewacht, tausende ringsum wurden und werden von Grabräubern ausgeräumt. Angeblich sind in Peru private Sammlungen erlaubt. Wie die in den Gräbern gefundenen Keramiken hergestellt wurden, konnten wir dann in Nasca in einer Werkstatt sehen.
In einer Goldmine wurde dann demonstriert, wie Gold von den anderen Materialien getrennt wird. Der Umgang mit dem benutzten Gift war mehr als fahrlässig. Um 13 Uhr war die Führung beendet. Die Zeit bis zur Abfahrt des Nachtbuses verbringt man am besten im Internet oder in einer Kneipe. In unserem Hotel war dafür extra eine Art Gartenlaube.
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